Burnout Prophylaxe


Bereiche der Burnout-Prophylaxe

 

Instrumentelles Stressmanagement

Das instrumentelle Stressmanagement wird in der Burnout-Prophylaxe auch als Problemlösetraining bezeichnet. Die Teilnehmer sollen dazu befähigt werden, konkrete Bewältigungsmöglichkeiten für ihre individuellen Belastungen zu entwickeln. In einem ersten Schritt lernen sie eigene Belastungssituationen und äußere Stressoren zu benennen. Durch eine gezielte Analyse dieser Situationen lernen die Teilnehmer geeignete Lösungswege im Umgang mit den eigenen Problemen zu finden. Ziel ist es, die Teilnehmer daraufhin zu sensibilisieren, dass Problemsituationen zum Leben gehören, diese wahrgenommen und durch aktives Handeln reduziert oder bewältigt werden können.

 

Kognitives Stressmanagement

Menschen bewerten potenzielle Stresssituation und ihre individuellen Möglichkeiten diese zu bewältigen unterschiedlich. Ereignisse und Aufgaben können für eine Person unlösbare Hindernisse darstellen und für eine andere Person eine Herausforderung sein, mit der sie ohne Probleme zu Recht kommt.

Im Kognitionstraining lernen die Teilnehmer ihre eigenen stressverschärfenden Gedanken zu identifizieren und diese mittels selbstständig erarbeiteter Formulierungen in stressvermindernde Gedanken umzuwandeln. Diese Selbstverbalisationen werden in den zuvor als belastend geschilderten Situationen im Alltag angewendet und verinnerlicht.

 

Palliativ-regeneratives Stressmanagement (Genusstraining)

Genusstraining

Arbeitsstress und Leistungsdruck bestimmen zu einem großen Teil unseren Alltag. Durch die gesellschaftlich immer höher gesteckten Anforderungen und Ziele sehen sich viele gezwungen, ihre Leistungsfähigkeit sowie den beruflichen Erfolg ständig weiter voranzutreiben. Die Arbeitszeiten werden länger und intensiver, wobei Freizeitaktivitäten (Sport, Hobbys, Zeit für Freunde, Bekannte, Familie) immer mehr in den Hintergrund geraten. Eine Übertragung von Normen und Werten der Arbeitswelt wie eines ständigen Leistungsgedanken und Perfektionismus in den privaten Bereich erzeugt neuerlichen Stress.

Auf Dauer führen fehlender Ausgleich sowie mangelnde Regeneration zu verringerter Produktivität und einer Abnahme in der Bewältigung von Belastungen.

Im Palliativ-regenerativen Stressmanagement (Genusstraining) lernen die Teilnehmer anhand praktischer Übungen achtsamer zu werden für Dinge, die individuell Erholung schaffen. In einem weiteren Schritt soll jeder sein eigenes Gesundheitsprojekt für den Alltag planen, um den angenehmen Dingen im Alltag wieder Platz zu geben.

 

Psychohygiene und Work-Life-Balance

Sorge zu tragen für das eigene psychische und physische Wohlbefinden ist ein wichtiger Teil zur Schaffung einer Balance zwischen Belastung und Erholung. Die Herstellung und Aufrechterhaltung eines Gleichgewichts zwischen Arbeit und Freizeit dienen der Förderung der eigenen Gesundheit.

In diesem Bereich werden folgende Themen erarbeitet:

  • Analyse des eigenen sozialen Netzwerkes (Bin ich mit der Qualität meines sozialen Netzwerkes zufrieden? Welche Freundschaften und Beziehungen sind für mich belastend? Wer sind meine Energieräuber? Bei welchen Menschen fühle ich mich wertgeschätzt?
  • Work-Life-Balance (Welche Gewichtung haben für mich Arbeit und Freizeit? Welche Dinge verschaffen mir in der Freizeit Ausgleich?)
  • Nein sagen lernen (Warum sage ich immer „Ja“? Was hindert mich daran „Nein“ zu sagen? Was sind die Vor- und Nachteile, wenn ich lerne „Nein“ zu sagen?)
  • Konfliktmanagement (Wie formuliere ich meine Wünsche und Anliegen? Was ist aktives Zuhören und warum ist es zur Vorbeugung von Konflikten wichtig?)
  • Zeitmanagement (Wie teile ich meine Zeit am besten ein, um effektiv zu arbeiten und auch Zeit für Erholung zu haben? Setze ich meine Prioritäten richtig? Wer oder was sind meine Zeiträuber?)
  • Sorgenmanagement (Welche Dinge bereiten mir Sorgen? Wie gehe ich richtig damit um? Wie kann ich meine Sorgen klein halten?)

 

Entspannungestraining

Im Entspannungstraining werden Übungen der progressiven Muskelrelaxation nach Jacobsen durchgeführt. Die Teilnehmer lernen durch die gezielte Ansteuerung der Muskulatur den Unterschied von Anspannung und Entspannung bewusst zu spüren.